Begabung ist ein Geschenk des Schöpfers!

 

Wer Theo Fischer sagt, der meint Musik.

Die Musik ist es, die den Münster-Sarmsheimer Ehrenbürger in sieben Jahrzehnten begleitet hat und seinen Lebensweg prägt.
Als Komponist ist Theo Fischer heute weit über die Grenzen seiner Heimat bekannt, und überall in der Welt vermögen seine Werke ein großes Konzertpublikum zu begeistern.


I
n vielen seiner Werke spiegelt sich der Charakter seiner Heimat und der Menschen an Rhein und Nahe wider.
Ein Beweis hierfür sind die inzwischen populär gewordenen Kantaten
"Die Nahe" oder "Die fröhliche Rheinfahrt" und nicht zuletzt "Es ist beim Weine wie im Leben". Theo Fischer ist kein Freund der lauten Töne - weder im Leben noch in seinem musikalischen Schaffen. Er läßt vielmehr seine Musik sprechen.
Aus seinen über 800 Kompositionen und Bearbeitungen seien besonders hervorgehoben die oratorischen Szenen
"Über allem steht ein Licht", "Schubertiade" oder die ökumenischen Chorgesänge "Zur Weihe der Stunde". Vielbeachtet sein Werk "Advent - öffnet das Tor zur Weihnachtszeit" und vor allem die dem Landkreis Mainz-Bingen und der italienischen Provinz Verona gewidmete Komposition "Canzoni - ponti dei popoli", sowie die international bekanntgewordenen "Stefan-George-Lieder".

In Fischers Werken ist immer wieder das Bemühen zu verspüren, durch die Musik die Sprachbarrieren abzubauen und der Völkerverständigung zu dienen.
Theo Fischer ist die Musik schon mit in die Wiege gelegt worden, genoß sein Vater Theodor Fischer doch als Privatmusiklehrer und Kapellmeister im engeren Heimatgebiet einen ausgezeichneten Ruf. Von ihm erhielt er im Alter von fünf Jahren bereits den ersten Violin- und Klavierunterricht. So verwundert es auch nicht, daß der 13-jährige Gymnasiast bei Kriegsausbruch 1939 das Amt des Organisten an St. Peter und Paul bis zu seiner Einberufung zum Wehrdienst übernahm.
Nach Rückkehr aus Internierung und Kriegsgefangenschaft setzte er den Organistendienst fort und übernahm zusätzlich die Leitung des katholischen Kirchenchores "Cäcilia" 1862, den er bis 1952 leitete.

Sein Studiengang begann schon während seiner Gymnasialzeit am Peter-Cornelius-Konservatorium und Seminar für Musikerziehung in Mainz. Die Prädikate der erfolgreichen Examina ließen immer wieder aufhorchen und kündeten von einem außergewöhnlichen Werdegang.

Nachfolgende Studien im In- und Ausland konzentrierten sich nun mehr auf das handwerkliche Rüstzeug zum Durchbruch seiner exzellenten kompositorischen Begabung. 1956 begann seine Tätigkeit als freischaffender Chor- und Orchesterdirigent, beim Südwestfunk wurde er freier Mitarbeiter, als Kreis-Chormeister betreute er den Sängerkreis Bingen. Von 1961 bis 1986 gehörte er als Musikpädagoge dem Lehrkörper des Staatl. Stefan-George-Gymnasiums Bingen an.
Sein Wirken ging über die Oberstufenarbeit und Referendarausbildung hinaus. Schulchöre und Orchester brachte er auf ein beachtliches Niveau, und viele Jahre versah er das Amt des Vertrauenslehrers.
Zwischen all dem lagen Jahre der erfolgreichen musikalischen Arbeit. Als Komponist vieler Chorgattungen, Lieder, Kantaten und sinfonischer Werke ist sein Name heute in allen fünf Erdteilen ein Begriff höchster musikalischer Vollendung.
Es fehlten aber auch nicht die eigenen instrumentalen Interpretationen als Violinsolist oder als einfühlsamer Begleiter namhafter Sänger und Solisten am Klavier.
Zu seiner Arbeit gesellten sich eine ganze Reihe ehrenamtlicher Tätigkeiten, wie die Berufung in den Landesmusikrat der Länder Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen, die Ernennung zum Sektionsvorsitzenden des "Deutschen Komponistenverbandes” Berlin - und nicht zuletzt die Wahl in den Aufsichtsrat der "Urheberrechtsgesllschaft" Berlin/München.
Sein erfolgreiches Schaffen hatte zur Folge, daß ihm viele Auszeichnungen und Ehrungen zuerkannt wurden:

1947
 Künstl. Auszeichnung (Beaux Arts)
1967
 Kompositionspreis Den Haag/Scheveningen
1968
 Silberne Ähre
1969
 Professor
1972
Musikdirektor - Fachverband der Berufschorleiter
1975
 Goldener Münzschild der Stadt Bingen
1976
 Verdienstorden der Bundesrepublik
1978
  Peter-Cornelius-Plakette
1981
 Hildegardis-Medaille Mainz-Bingen
1986
 "Madonna Verona" Italien
1986
 Ehrenplakette des Dt. Allgem. Sängerbundes
1989
 Ehrenbürger Heimatgemeinde Münster-Sarmsheim
1991
 Goldene Ehrenplakette der Nahe
1994
 St. Rochusbecher der Stadt Bingen
1996
Ehrenplakette der Vgg. der Heimatfreunde am Mittelrhein 
1996 
Verdienstsiegel I. Klasse der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe 
1997
Verdienstorden des Landes Rheinland Pfalz
 1996/97
1999
Ordre Europèen du Mèrite Musical - Ritter des Ordens
1999
Ehrenurkunde der GEMA für 50 - jährige Mitgliedschaft
2000
Literaturpreis 2000 Vgg. der Heimatfreunde Mittelrhein
2001
Plaquette d'Honneur de I'Union-Grand-Due Adolphe Luxembourg
2005
Aufnahme in das "Europäische Zentrum der Künste" Dresden


Wohl die höchste und bedeutendste Anerkennung und Würdigung ist die Ernennung zum Ehrenbürger seiner Heimatgemeinde Münster-Sarmsheim.
Hinzu kommen eine Vielzahl anerkennender Kommentare und Schriftreihen bekannter Musikwissenschaftler und Journalisten.

Der Musikerberuf wird in der Familie Fischer schon in der dritten Generation ausgeübt. Sein Sohn Gerhard Fischer-Münster ist als Dozent am Peter-Cornelius-Konservatorium Mainz neben seiner Lehr- und Solistentätigkeit ebenfalls als überaus erfolgreicher Komponist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

LITERATURHINWEISE - PROF. THEO FISCHER

Dr. F. J. Ewens „LEXIKON DES DEUTSCHEN CHORWESENS“, Köln 1954

Ernst Bücken/Dr. Stege „WÖRTERBUCH DER MUSIK“, Wiesbaden 1953

Prof. Dr. Erich Valentin „HANDBUCH DER CHORMUSIK“, Regensburg 1958

W. Bruchhäuser „KOMPONISTEN DER GEGENWART“, Berlin 1982, 87/95

Frank/Altmann „TONKÜNSTLER LEXIKON“ Locarno, Amsterdam 1974

Walter Thomann „EIN KÜNSTLER UND SEIN WERK“, Bad Kreuznach 1980

Dr. Robert Wolff/Th. Sonntag „GEORGE-FORSCHUNG“ Bnd. 8, Bingen 1983

Prof. Dean/J. Schadt/W. Reitz „CANZONI - PONTI DEI POPOLI“, Bingen
Dokumentation von der Entstehung und Aufführung des Werkes
in VERONA/Italien, Bingen/Verona 1986

SGG Bingen „GEDENK-UND FEIERSCHRIFT“, Bingen 1968
Lutz Lehmann/Rob. WoIff „STEFAN-GEORGE-SEMINAR 1978“, Bingen 1979
Paul Mansur „THE HORN CALL“ Oklahoma State University, USA 1987

Prof. Dr. Hans Rectanus „MUSIK ALS VIELFALT UND EINHEIT“,
Heidelberg 1981, 1986, 1991, 1996

Elisabeth Sechtem „DER KÜNSTLER THEO FISCHER“, Bingen 1976

Dr. Fritz Baum „HEIMATVERBUNDENER KOMPONIST, DIRIGENT
UND MUSIKPÄDAGOGE“ Bnd. 2, Dortmund 1997

Karl Adam „BEGABUNG IST EIN GESCHENK DES SCHÖPFERS“, Mainz 1996

Dr. Gabriel Steinschulte „GEMA NEWS“ Internat. Ausg. 25, Bonn 1988

Prominentenenzyklopädien „WHO IS WHO IN DER BUNDESREPUBLIK
DEUTSCHLAND“ Zug/Schweiz, Wien 1988

International Biographical Centre, Cambridge/England:
„INTERNATIONAL WHO’S WHO OF INTELLECTUALS“ 12th Edition 1997
„INTERNATIONAL WHO’S WHO MEN OF ACHIEVEMENT“ 1996
„WHO’S WHO DICTIONARY OF INTERNATIONAL BIOGRAPHY“ 25th Edition

Deutsches Komponistenarchiv Dresden
HELLERAU Europäisches Zentrum der Künste

Silcher-Museum - Weinstadt-Schnait

FACHARTIKEL IN ZEITSCHRIFTEN UND JAHRBÜCHERN

LIED & CHOR , PFÄLZER SÄNGER, DER CHOR, SINGENDES LAND,
SING MIT, DER CHORSÄNGER, CLARINO, HESSISCHER CHORSPIEGEL,
BERLINER CHORSPIEGEL, HEIMATJAHRBÜCHER des Landkreises Mainz-Bingen,
JAHRBÜCHER des Kreises Kreuznach, SCHWEIZERISCHE CHORZEITSCHRIFT

MUSIKPRODUKTIONEN (Rundfunk, Tonträger) - VERLAGSANSCHRIFTEN
Ausführliche HINWEISE und ADRESSEN beim Komponisten zu erfragen.



zurück zur Künstlerauswahl